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Dhal Curry mit Roti: Sonnige Grüße aus dem alten Ceylon

Aus unserer Serie “Gesunde Winterrezepte” – heute von Michael:

Das Nationalgericht Sri Lankas gibt es überall – und zu jeder Tageszeit.

Die Sonne geht auf und gibt den Blick frei auf Ella’s Rock. Das Frühstück wartet bereits dampfend auf der Terrasse und wird eingerahmt von dieser atemberaubend schönen Bergkulisse.

Was mich erwartet, ist ein Dhal Curry mit Roti – quasi das Nationalgericht in Sri Lanka. Man begegnet ihm überall und zu jeder Tageszeit, so auch an diesem wunderschönen Morgen in den zentralen Bergen des Landes. Dazu eine Tasse schwarzer Tee von den umliegenden Teeplantagen, die in vielen verschiedenen Grüntönen das Auge begeistern.

Dieses Bild kommt mir immer wieder in Erinnerung, wenn ich mich selber am Dhal Curry versuche. Und das ist häufig der Fall, denn Dhal Curry ist einfach zubereitet, gesund und gerade im deutschen Winter ein wahrer Wärmespender.

Der eiweißreiche und kalorienarme Sattmacher scheint ein Überbleibsel aus längst vergangenen Epochen und ist in unterschiedlichsten Variationen in den Küchen Sri Lankas, Indiens und Pakistans fest verankert. Nahezu jeder Haushalt hat sein eigenes Rezept und oft werden unterschiedliche Hülsenfrüchte sowie weitere Gemüsesorten verwendet.

Als Beilage gibt es in Sri Lanka hin und wieder Reis, aber eigentlich immer Roti (oder Rotti). Die enthaltenen Kokosflocken verleihen dem relativ kompakten Fladenbrot aus Reismehl ein angenehmes Aroma und passen hervorragend zur Würze des Currys.

In den typisch indischen Dabbas, den mehrstöckigen Metallbehältern, lässt sich die Mahlzeit gut verstaut transportieren. So steht einem kurzen Tagtraum auch außer Haus nichts im Wege.

Sri Lankanisches Dahl Curry mit Roti

Dhal Curry (für 4 Portionen):

  • 200 g rote Linsen
  • 150 ml Kokosmilch
  • 1 St. Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 St. Ingwer (etwa daumendick)
  • 1 EL Cumin
  • 1/2 EL Kurkuma
  • 1 TL geröstetes Currypulver
  • ca. 10 Curryblätter
  • 1 (eigentlich grüne, ich hatte nur rote) Chilischote
  • 5 EL (Kokos-) Öl oder Ghee
  • ca. 500 ml Wasser
  • Salz und Pfeffer
  • Dazu Basmati-Reis

Zubereitung

Die Linsen mit klarem Wasser abspülen und abtropfen lassen, anschließend mit der Hälfte der Curryblätter und Salz in Wasser kochen. Nach etwa 10 Minuten die Kokosmilch hinzufügen und köcheln lassen.

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in der Pfanne glasig braten. Den Knoblauch und den Ingwer fein hacken und zusammen mit den Gewürzen (Cumin, Kurkuma und Currypulver) sowie etwa 10 Curryblättern bei mittlerer Hitze in die Pfanne geben und ebenfalls anbraten.
Wenn alles etwas Farbe bekommen hat, die klein gehackte Chilischote hinzufügen.

Diese Mischung anschließend unter das Dhal mischen und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis es eine schön sämige Konsistenz bekommt. Zwischendurch gut umrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wer es mag, kann mit Koriander dekorieren.

Die Mengen sind bei diesem Rezept eher Empfehlung und ganz klar Geschmacksache. Ich mag es etwas stärker und so kommt mehr Chili, mehr Ingwer und auch etwas mehr Knoblauch an mein Dhal Curry.

Coconut Roti (ca. 8 Stück):

  • 500 ml Reismehl
  • 125 ml Kokosflocken
  • ca. 250 ml Wasser
  • Ghee oder Öl zum Braten

Die Kokosflocken etwa 10 Minuten in Wasser quellen lassen, danach mit dem Reismehl und Salz mischen. So viel Wasser zugeben, bis man einen weichen Teig erhält. Den Teig so lange kneten, bis er nicht mehr an der Schüssel klebt.

Etwa eine halbe Stunde ruhen lassen.

Aus dem Teig Kugeln von der Größe eines Golfballs formen. Die Kugeln flachdrücken, bis sie etwa die Größe einer Untertasse haben. Da ich den Umgang mit dem relativ klebrigen Teig recht schwierig finde, habe ich mir angewöhnt, die Teigbällchen erst in der Pfanne mit dem Pfannenwender platt zu drücken.

In einer leicht mit Ghee oder Öl eingefetteten Bratpfanne backen. Die Roti sind fertig, wenn die Fladen beginnen, schwarz zu werden.

Ich wünsche einen guten Appetit.


Homeoffice in der Corona-Pandemie: Für die meisten unserer premolab-Mitarbeiter*innen ist das seit Monaten selbstverständlich – zum eigenen Sicherheit und zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen. In unserer Serie „Gesunde Winterrezepte“ berichten unserer Mitarbeiter*innen über neue kulinarische Erfahrungen sowie Traditionen, die ihnen in der harten Zeit ein Lächeln auf die Lippen zaubern und das Herz erwärmen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen, Nachkochen und natürlich: guten Appetit.

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